1992

Erdgipfel in Rio de Janeiro: Forderung nachhaltiger Entwicklung

Erdkugel

Die Konferenz für Umwelt und Entwicklung der Vereinten Nationen in Rio de Janeiro vom 3. bis 14. Juni 1992 gilt als Meilenstein für die Integration von Umwelt- und Entwicklungsbestrebungen und ist seit 1972 (Stockholm) die erste größere internationale Konferenz, die Umweltfragen in einem globalen Rahmen diskutiert. 130 Staatsoberhäupter, 17.000 Konferenzteilnehmer und 8.500 Journalisten bewirken, dass die Weltöffentlichkeit wie nie zuvor das Thema „nachhaltige Entwicklung“ wahrnimmt. Damit findet die Diskussion über Klima, Wälder und globale Gerechtigkeit erstmals auch in der breiten Öffentlichkeit statt. Das Umweltbundesamt war an der 2-jährigen Vorbereitung der Konferenz beteiligt und auch in die inhaltliche Umsetzung der geschlossenen Abkommen eingebunden. Wichtige Ergebnisse der Konferenz sind:

• der Aktionsplan für das 21. Jahrhundert (Agenda 21)

• die Rio-Deklaration, die Grundsätze für das Verhalten der Staaten untereinander und von Staaten zu ihren Bürgern im Bereich Umwelt und Entwicklung enthält

• die Walderklärung mit Grundsätzen zur Waldbewirtschaftung und Walderhaltung

• die Zeichnung der Klimarahmenkonvention und der Konvention über die biologische Vielfalt

• die Gründung der Kommission der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung (CSD – Commission on Sustainable Development)

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