2005

Ökodesign-Richtlinie soll EU-weit die Umweltbelastungen energiebetriebener Produkte mindern

Green IT, Laptop im Wald

Hervorgegangen aus der Diskussion der EU-Kommission über Integrierte Produktpolitik wird am 6. Juli 2005 die "Richtlinie 2005/32/EG zur Schaffung eines Rahmens für die Festlegung von Anforderungen an die umweltgerechte Gestaltung energiebetriebener Produkte" verabschiedet (Neufassung mit erweitertem Anwendungsbereich auf energieverbrauchsrelevante Produkte: 2009/125/EG). Das Ziel der sogenannten Ökodesign-Richtlinie besteht darin, die Umweltverträglichkeit energieverbrauchsrelevanter Produkte unter Einbeziehung des gesamten Lebensweges mittels Vorgabe von Ökodesign-Anforderungen zu verbessern. Bei den meisten dieser Produkte stellt der Energieverbrauch in der Nutzungsphase eine der wesentlichsten Umweltbelastungen dar. Energieeffizienzvorgaben können daher ein großes Potenzial für den Klimaschutz erschließen. Produkte müssen erst dann Anforderungen einhalten, wenn diese in einer produktgruppenspezifischen Durchführungsmaßnahme festgelegt sind oder der Hersteller eine Selbstregulierungsinitiative unterzeichnet hat. Betroffen sind alle Produkte mit hohen Umweltbelastungen und großem Verbesserungspotential wie zum Beispiel Heizkessel, Fernsehgeräte, Computer, Motoren, Haushaltskühl- und Gefriergeräte, oder auch Lampen. Im Durchschnitt wird eine Verbesserung der Energieeffizienz um 20 Prozent bis 2020 erreicht.

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