2006

Wie gesund sind unsere Kinder?

Kinder am Strand

Wie sieht die Umweltbelastung von Kindern aus? Das ist Gegenstand des Kinder-Umwelt-Surveys 2003—2006 (KUS). In Europa ist dies die erste bevölkerungsrepräsentative Studie und wird in enger Kooperation mit dem Kinder- und Jugendgesundheitssurveys (KiGGS) des Robert-Koch-Instituts durchgeführt. Wie wirken sich Umweltbelastungen auf das gesundheitliche Wohlbefinden von Kindern aus? Wie gehen wir künftig mit solchen Belastungen um? Wie erhalten alle in Deutschland lebenden Kinder einen gerechten Zugang zu einer sauberen Umwelt? Der KUS liefert hierzu wichtige Erkenntnisse. Ein Beispiel aus den umfassenden und vielfältigen Ergebnissen sind die Phthalte: Das UBA zeigte mit dem KUS, dass die Belastung der Kinder auch heute noch – trotz der bisherigen Minderungsmaßnahmen – zu hoch ist. Der Einsatz von Phthalaten in Bedarfsgegenständen sollte daher weitergehend möglichst auf EU-Ebene untersagt werden, um die besorgniserregend hohen körperlichen Belastungen der Bevölkerung zu reduzieren. Für einzelne Phthalate wird es voraussichtlich nach der EU-Chemikalienverordnung REACh eine umfangreichere Bewertung im Zulassungsverfahren geben. Die einschlägigen Ergebnisse des Human-Biomonitoring sollten in den Zulassungsverfahren verpflichtend Berücksichtigung finden.

Links
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