2010

Bisphenol A – UBA warnt vor möglichen Gesundheitsschäden

Ob in Lebensmittelverpackungen, Plastikgeschirr oder Babyflaschen – die Chemikalie Bisphenol A (BPA) ist allgegenwärtig. Weltweit werden jährlich 3,8 Millionen Tonnen dieses Grundstoffes für die Herstellung des Kunststoffes Polycarbonat produziert. Aber über die Gefährlichkeit besteht unter den Expertinnen und Experten keine Einigkeit. Nachgewiesen ist, dass sich die Chemikalie aus dem Produkt lösen und in die Nahrung übergehen kann. Als hormoneller Schadstoff steht BPA im Verdacht, Unfruchtbarkeit, Diabetes und Nervenschädigungen zu begünstigen. Das UBA hat im Jahr 2001 das Entfernen von BPA aus Babyflaschen gefordert und bekräftigt dies 2010 nochmals in einem Hintergrundpapier. UBA-Präsident Flasbarth spricht sich dafür aus, vorsorglich alternative Stoffe zu nutzen. Zum 1. März 2011 verhängt die EU ein Verbot für die Herstellung und den Vertrieb BPA-haltiger Babyflaschen.

Links
Presse-Info des UBA 2010
Hintergrundpapier: Bisphenol A - Massenchemikalie mit unerwünschten Nebenwirkungen