2010

Fluglärm macht krank – UBA-Studie belegt Gesundheitsbeeinträchtigungen durch Nachtfluglärm

Nachts startende und landende Flugzeuge rauben immer mehr Menschen den Schlaf. Fast jeder Dritte in Deutschland empfindet Fluglärm als störend. Nicht ohne Grund: Eine vom UBA beauftragte Studie fand heraus, dass durch nächtlichen Fluglärm das Risiko für Herzkreislauferkrankungen bei Personen über 50 Jahren deutlich zunimmt, und zwar bei Männern um 25 Prozent und bei Frauen sogar um 60 Prozent. Leider sind die Prognosen für die Flughafenanwohner eher düster – bis 2020 wird sich der Flugverkehr etwa verdoppeln und der Lärm zunehmen. Das UBA fordert deshalb, die Entwicklung leiserer Flugzeuge voranzutreiben, Flugrouten zu optimieren und Wohngebäude in Flughafennähe mit Schallschutzfenstern auszustatten. Darüber hinaus muss die Zahl der nächtlichen Flugbewegungen auf das notwendige Maß beschränkt werden, gegebenenfalls ist ein Nachtflugverbot einzuführen.
Am 20. April 2010 führte das UBA eine Fachtagung zum Thema Nachtfluglärm durch. Fachleute zeigten Risiken auf und erläuterten Handlungsoptionen. Betroffene berichteten aus ihrem Erleben und Umgang mit dem Fluglärm.

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