2010

Öl-Katastrophe im Golf von Mexico

Am 20. April 2010 explodiert die Bohrinsel Deepwater Horizon im Golf von Mexico. Elf Arbeiter sterben. Erst nach zwei Tagen gelingt es der Küstenwache, das Feuer auf der Plattform zu löschen. Doch die Versiegelung des Bohrloches in 1.500 Metern Meerestiefe ist geborsten. Bis zu 15,9 Millionen Tonnen Öl täglich sprudeln ins Meer.

Nach wochenlangen Manövern gelingt es schließlich erst Ende Juli, den Ölfluss aufzuhalten. Die katastrophale Bilanz: Über 780 Millionen Tonnen Öl flossen ins Meer, mehr als 1.000 Kilometer Küstenlinie und -gewässer sind verschmutzt, zehntausende Tiere starben, die in Tourismus und Fischerei beschäftigten Menschen der Region müssen um ihre wirtschaftliche Existenz bangen. Trotzdem: Rund acht Monate nach der Katastrophe dürfen im Golf von Mexico weitere der umstrittenen Tiefseebohrungen durchgeführt werden.

Das UBA informierte in dieser Zeit über die ökologischen Auswirkungen, die als Ölbindemittel versprühten Chemikalien und die Gefahr einer vergleichbaren Katastrophe in Nord- und Ostsee.