2013

UBA: Ein (fast) treibhausgasneutrales Deutschland ist möglich!

Erneuerbare Energien; Quelle: Jürgen Fälchle / Fotolia.comUm die Klimaerwärmung zu bremsen, muss der CO2-Ausstoß weltweit drastisch sinken. Das UBA zeigt 2013, dass in Deutschland bis zur Mitte des Jahrhunderts eine Minderung des Treibhausgasausstoßes um etwa 95 Prozent im Vergleich zum Jahr 1990 technisch möglich ist.

Die globale Erderwärmung soll auf maximal 2 Grad Celsius begrenzt werden. Auf dieses Ziel einigten sich im Jahr 2010 die 194 Mitgliedstaaten der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen. Daraus folgt: Industriestaaten wie Deutschland müssten ihre Treibhausgas-Emissionen um 80 bis 95 Prozent mindern.

Wie Deutschland das schaffen und trotzdem eines der führenden Industrieländer der Welt bleiben kann, stellt das UBA 2013 in einem Hintergrundpapier und 2014 in einer ausführlichen Studie vor. Die Studie umfasst alle relevanten Emissionsquellen, von der Energieversorgung über Industrie, Verkehr und Landwirtschaft bis zur klimaverträglichen Landnutzung. Sie zeigt, dass eine Minderung der Treibhausgase um 95 Prozent gegenüber 1990, also eine Reduzierung des jährlichen Pro-Kopf-Ausstoßes auf eine Tonne CO2-Äquivalente, im Jahr 2050 technisch möglich ist. UBA zeigt, dass Deutschland seinen Bedarf an Strom, Wärme und Kraftstoffen halbieren kann und eine vollständige regenerative Energieversorgung realisierbar ist. So können etwa Dreiviertel der derzeitigen Emissionen eingespart werden. Aber auch die Industrie, Abfall- und Abwasserwirtschaft sowie Land- und Forstwirtschaft müssen einen wesentlichen Beitrag leisten. Die sehr stark erdölbasierte Rohstoffversorgung der chemischen Industrie könnte auf regenerativ erzeugte Kohlenwasserstoffe umgestellt werden.

Grundsatz des Konzeptes ist eine umwelt-, klima- und gesundheitsverträgliche Energieversorgung – Voraussetzungen, die die Speicherung von Kohlendioxid unter der Erde und die Kohle- und Atomenergie übrigens nicht erfüllen können.

Links

Hintergrundpapier

Studie

Presse-Information zum Hintergrundpapier 11.10.2013

Presse-Information zur Studie 13.04.2014